Durch den Schulalltag mit der neuen Datenschutz-Grundverordnung

Das Thema Datenschutz steht vor allem in der letzten Zeit im Mittelpunkt vieler Diskussionen und Gespräche. Wovon darf ich ein Foto machen? Was passiert wenn ich diesen Cookies im Internet nicht zustimme? Fragen über Fragen die noch für viele Menschen offen sind. Doch gerade in Bereichen, in denen Kinder mit der neuen DSGVO in Kontakt kommen, ist Vorsicht geboten. Durch die Digitalisierung des Unterrichts sind viele Punkte zu beachten, gerade wenn Schüler ihre eigenen Endgeräte benutzen dürfen. Aber keine Angst, wir zeigen Ihnen hier auf was Sie im Schulalltag zu beachten haben. 

Inhalt:

1. Bilder, Bilder, Bilder
2. Urheberrecht
3. Personenbezogene Daten
4. Bring your own device

Bilder, Bilder, Bilder

Das Leben vieler Jugendlicher ist nahezu lückenlos auf sozialen Medien, wie Instagram, Twitter & Co zu finden. Durch diesen immensen Konsum, haben jüngere Menschen Zugriff auf eine absurde Anzahl von geposteten Bildern. Hinzu kommt noch, dass diese Beiträge mit nur einem Klick geteilt werden können und sich somit im Internet verbreiten. Betrachtet man jedoch den Grundsatz des Kunsturheberrechtsgesetzes, ist dieses problematisch. Ist auf dem geposteten Bild eine Person klar erkennbar, ist dieses Foto nur mit seiner Einwilligung zu veröffentlichen. Selbstverständlich gibt es hier auch Ausnahmen, wie Bilder mit zeitgeschichtlicher Relevanz oder Fotos, in dem eine Person im Hintergrund zu sehen ist. Hierbei muss jedoch deutlich sein, dass es bei dem Foto nicht um die Einzelperson ging. 

Urheberrecht

Das Urheberrechtsgesetz besagt, dass nur der Urheber eines Fotos, Videos oder Online-Beitrags über dessen Nutzung bestimmen darf. Teilt man also ein Foto eines Freundes besteht eine direkte Urheberrechtsverletzung. Auch für den Unterricht spielt dieses Gesetz eine Rolle. Zeigen Sie Ihrer Klasse ein Foto oder Video, auf dem ein Nutzungsrecht liegt, verletzen Sie auch hier dieses Gesetz. Daher empfiehlt es sich auf Fotos oder Videos mit einer Lizenz CC0 zurückzugreifen. Diese unterliegen keinen Urheberrechten und können somit beruhigt verwendet werden.

Tipp: Falls Schüler selbst erstellte Inhalte online posten möchten, können sie dies ruhig machen. Jedoch empfiehlt es sich, diese nicht frei zugänglich auf Youtube oder Instagram zu veröffentlichten, sondern lediglich über ein privates Konto, wo nur ausgewählte Personen den Inhalt sehen können.

Personenbezogene Daten

In Deutschland hat jeder Bürger das Recht über seine persönlichen Daten wie Name, Geburtsort, Adresse oder sogar Telefonnummer selbst zu entscheiden, ob diese veröffentlicht werden sollen oder nicht. Selbstverständlich gilt dieses Recht auch im schulischen Kontext, so dass das Speichern dieser Daten stets eine Einwilligung erfordert.

Im Weiteren ist es wichtig keine Fotos oder Videos ohne die Einverständnis der Schüler aufzunehmen, geschweige denn zu veröffentlichten. In dieser Einverständnis müssen mehrere Faktoren genau beschrieben sein. Es muss stets der Zweck der Aufnahme sowie die Reichweite der Veröffentlichung klar beschrieben sein.

Bring your own devide

Das Schulkonzept “bring your own device” (BYOD) hat in letzter Zeit für viele Schlagzeilen gesorgt. In diesem Konzept dürfen, wie der Name schon sagt, Schüler ihre eigenen mobilen Endgeräte mit in den Unterricht integrieren. Durch dieses Verfahren wird Schülern ermöglicht einfach und effektiv der Digitalisierung entgegen zu treten.

Gerade in solchen Fällen, wo eigene Endgeräte in der Schule genutzt werden dürfen, müssen Lehrer Nutzungsvereinbarung mit den Schülern treffen. Schnell sind peinliche Fotos von Klassenkameraden getätigt oder im Umlauf. In diesen Vereinbarungen ist festgehalten was mit getätigten Aufnahmen in der Schule geschehen darf und in welchem Rahmen diese veröffentlicht werden dürfen. Selbstverständlich sind Nutzungsvereinbarungen kein Garant für keinen Missbrauch der Aufnahmen, jedoch haben Sie als Lehrkörper einen Nachweis, dass Sie die Sorgfaltspflicht erfüllt haben.