Digital in der Schule unterwegs - 6 Tipps für die effektive Nutzung von Smartboards & Co.

Vor allem im letzten Jahr stand der Fokus der Kultusministerkonferenz und des Bildungsministeriums auf diesem Thema: Der digitale Unterricht.

Heute, ein Jahr weiter, hat sich in diesem Bereich nicht viel getan. Jeder Pädagoge, jedes Elternteil und jeder Schüler hat seine eigene Meinung in diesem Bereich, welche oftmals sehr verfestigt ist. An vielen Schulen wurde versucht den Unterricht mit Smartboards, Tablets und Visualizer weiterzuentwickeln, jedoch fehlten den Lehrern die nötigen Know-Hows. Doch wie sehen diese aus? Mit diesem Thema haben wir uns auseinandergesetzt und für Sie empfehlenswerte Tipps zur Nutzung digitaler Medien im Unterricht zusammengestellt.

Inhalt: 

1. Sonderstatus Digitaler Unterricht
2. Worauf Sie achten sollten bei der Nutzung von digitalen Hilfsmitteln
3. Wo & wann lohnt es sich auf digitale Medien zurückzugreifen?
4. Die Mischung machts

Sonderstatus Digitaler Unterricht

Digitaler Unterricht wird in vielen Fällen noch kritisch angesehen und ist für manche Lehrer absolutes Neuland. Oftmals kommt gerade bei der älteren Generation an Lehrern die Frage auf, ob es sich überhaupt noch lohnt mit den neuen Gerätschaften auseinandernzusetzten. Wir sagen ganz klar: Ja!

In vielen Bereichen bieten digitale Medien eine ergänzende Unterstützung für die Schule & die Lehrer, wodurch eine Steigerung der Motivation und Leistungen bei den Schülern hervorgerufen werden kann. Sei es durch den Einsatz von digitalen Tafeln, die Inhalte gut darstellen und diese direkt speichern können, oder die Benutzung von Tablets oder Laptops im Unterricht. So werden Informationen schnell gesucht und mit der ganzen Klasse direkt geteilt. Jedoch ist die Verbesserung der Leistung der Schüler an verschiedene Faktoren geknüpft.

Worauf Sie achten sollten bei der Nutzung von digitalen Hilfsmitteln

Die richtige Benutzung von digitalen Tafeln oder anderen Medien im Unterricht bringt so manche Hindernisse mit sich. Wir haben für Sie ein paar Tipps zusammengefasst, die Ihnen den Unterricht erleichtern und den Schülern gefallen werden:

➣ Kreativ werden: Vertrauen Sie auf die Vielzahl an Möglichkeiten der Technik. Nutzen Sie Online-Quizze, Videos oder sogar soziale Netzwerke um den Schülern Wissen zu vermitteln. Auch für die eigene Informationssuche eignen sich diese Verfahren.

➣ Schulung: Besuchen Sie eine Schulung für digitale Medien im Unterricht. Viele hilfreiche Techniken der einzelnen Gerätschaften werden Ihnen hier näher gebracht, welche Ihnen die spätere Nutzung im Unterricht erleichtern wird.

➣ Partnerarbeit: Gerade im Bereich von digitalen Medien profitieren Schüler extrem von den Austausch mit Mitschülern, da die Schüler sich gegenseitig bei Fragen im Bereich der Anwendung weiterhelfen können.

➣ Digitaler Zugriff: Verwenden Sie das Netzwerk der Schule für Klausuren oder Tests. Lassen Sie Ihre Schüler nach der Beendigung eines Tests diesen auf das Schulnetzwerk hochladen, wo Sie ihn im Anschluss kontrollieren.

➣ Rückmeldung: Geben Sie Ihren Schülern stets Feedback. Sei es wie sie mit den Gerätschaften umgehen oder sie sich online verhalten. All dies lernt sie Verantwortung, egal ob online oder offline, zu übernehmen.

➣ Veröffentlichungen: Falls Sie ein Projekt mit Hilfe der digitalen Gerätschaften durchgeführt haben, lassen Sie diese auch veröffentlichen. Geben Sie den Schülern die Möglichkeit ihre Arbeit vorzustellen, z.B. auf einem Tag der offenen Tür.

Wo & wann lohnt es sich auf digitale Medien zurückzugreifen?

Zu jeder Zeit digitale Medien mit in den Unterricht einzubeziehen stellt sich als problematisch dar und ist auch gar nicht notwendig. Sie sollten eher dazu genutzt werden, die analogen Medien zu ergänzen, auf Gebieten, wo digitale einen Mehrwert für die Schüler besitzen. Gerade wenn Sie merken, dass Schüler mit einer großen Motivation an den Unterricht gehen, ist dies oftmals auf den digitalen Aspekt, wie die Benutzung eines Smartboards, zurückzuführen.

Die MINT-Fächer wie Mathematik,Chemie oder Physik sind bei vielen Schülern unbeliebt. Gelangweilte Schüler, Desinteresse oder sogar nur halb volle Klassen sind hier keine Seltenheit. Doch gerade in diesen Fächern bieten digitale Hilfsmittel eine wunderbare Lösung. Benutzen Sie Smartboards um chemische Verbindungen darzustellen oder lassen Sie Ihre Schüler mittels Visualizer schnell und effizient ihre Lösungsansätze vorstellen. Sie werden merken, dass Schüler mit einer größeren Motivation an den Unterricht und den Stoff herangehen. Dies ist oftmals auf den digitalen Aspekt zurückzuführen.

Tipp: Mittels einem Mikroskop-Adapter für Ihre Dokumentenkamera beflügeln Sie z.B. den Biologieunterricht. Erschaffen Sie einzigartige Bilder, die den Schülern lange im Gedächtnis bleiben werden.

Die Mischung machts!

Wir können also insgesamt festhalten, dass Tablets, interaktive Tafeln und Smartphones kein Ersatz für bestehende Unterrichtsmethoden sind - jedoch unterstützen diese oftmals den Unterricht effektiv. Der wohl wichtigste Faktor, neben qualitativ hochwertigen Geräten, hierfür sind gut geschulte Lehrkörper. Die Möglichkeiten der Hilfsmittel sollten komplett ausgeschöpft und sinnvoll eingesetzt werden. Zögern Sie also nicht und geben Sie den digitalen Medien auch die Möglichkeit sich in Ihrem Unterricht zu beweisen! Sie werden merken, dass Ihr Unterricht und die Schüler es Ihnen danken werden.