“Sie haben eine neue Freundschaftsanfrage” - 4 Ratschläge zu Schüler-Lehrer-Freundschaften in sozialen Medien

In sozialen Medien spielt sich heutzutage vieles ab. Gerade Schüler und Schülerinnen posten hier die neusten Urlaubsbilder, Selfies von sich und Ihren Freunden und der neueste Tratsch wird durch Facebook & Co schneller verbreitet als damals. Aber auch Lehrer und Lehrerinnen teilen gerne Informationen und Ereignisse mit Ihren Freunden. Doch sollten Schüler und Lehrer auf Facebook, Instagram und Twitter befreundet sein? Wir geben Ihnen 4 hilfreiche Ratschläge mit auf dem Weg, so dass Ihren privaten Fotos und Informationen auch privat bleiben.

Inhalt:

1. Generelle Vor- & Nachteile von Online-Freundschaften und sozialen Medien
2. Private Inhalte für Schülern schützen

Generelle Vor- & Nachteile von Online-Freundschaften und sozialen Medien

Eine Online Schüler-Lehrer-Freundschaft hat positive oder auch negative Effekte. Betrachtet man die negativen Aspekte, so springt das Wort Datenschutz einen direkt an. Jede Informationen, jedes Bild und jede Aktivität die man Online postet oder tätigt landet auf Servern die in Übersee stehen. Nicht selten werden die Inhalte für kommerzielle Zwecke verwendet. Im Weiteren könnten gepostete Bilder und Informationen zu einer angespannten Beziehung zwischen Lehrer und Schüler führen, wenn diese Beiträge Details beinhalten, die nicht für Lehrerohren & -augen gedacht waren.

Des Weiteren befürchten Kritiker, dass Schüler die nicht auf sozialen Medien vertreten sind, von Ihren Klassenkameraden ausgeschlossen werden können. Dass die Nicht-Präsenz auf sozialen Medien eventuell mit der Erlaubniss der Eltern oder dem noch zu jungen Alter des Schülers zusammenhängt, ist den meisten Mitschülern ganz egal.

Ebenfalls hat eine Freundschaft auf Facebook & Co aber auch seine gute Seiten. Soziale Medien werden von Schülern täglich genutzt, wodurch schneller Kontakt aufgebaut werden kann und Informationen leicht und bequem geteilt werden können. So nutzen manche Lehrer diese Plattformen schon um Hausaufgaben zu teilen, Klassenfahrten zu planen oder schlichte Fragen im Bezug auf die Schule zu beantworten. Denkt man eine Ecke weiter, lernen Schüler durch Online-Freundschaften mit Lehrern auch den richtigen Umgang mit privaten Fotos und Informationen. Denn seien Sie mal ehrlich: Welcher Schüler möchte schon, dass sein Lehrer die neuesten Partyfotos sieht und im Lehrerzimmer darüber geredet wird?

Private Inhalte vor Schülern schützen

Berufliches sollte ganz klar vom Privaten getrennt werden, gerade bei pädagogischen Berufen wie die eines Lehrers. Viele soziale Medien bieten Ihnen Einstellungsmöglichkeiten, die es Ihnen erlauben Inhalte für Freunde und Schüler zu trennen:

➣ Gruppen: Eröffnen Sie eine Gruppe auf Plattformen! Durch die Eröffnung einer privaten Gruppe, ist es Ihnen möglich, nur Schüler und Schülerinnen aus Ihrer Klasse hinzufügen. In dieser Gruppe kann kommuniziert werden, Fotos hochgeladen werden oder Hausaufgaben verglichen werden. Der Vorteil ist simpel aber effektiv - Gruppenmitglieder müssen nicht miteinander befreundet sein. So sehen Schüler nicht die Einträge des Lehrers die innerhalb der Gruppe gepostet werden.

➣ Listen: Die Plattform Facebook ermöglicht es Ihnen mehrere Listen für Ihre Freundschaften anzulegen. So können Sie eine Liste “Schüler” anlegen und Schüler in diese hinzufügen. Wenn sie einen neuen Post erstellen, können Sie nun auswählen mit welcher Liste dieser geteilt werden soll. Der Vorteil dieser Einstellung ist es, dass Sie nur einen Account pflegen müssen. Achten Sie jedoch stets darauf, dass die Haken richtig gesetzt sind - sonst sind Ihre Urlaubsfotos schnell im Umlauf Ihrer Klasse.

➣ Zwei Profile: Damit nicht jeder Beitrag von Schülern gelesen wird, würden sich 2 Accounts bestens eignen. Jedoch lässt nicht jede Plattform dies zu, so wie Facebook zum Beispiel. Auf Facebook soll jedes Mitglied nur 1 Profil besitzen, um Fake-Profile zu vermeiden. Auf manchen Plattformen wie Instagram klappt dies jedoch ohne Probleme. So können sich Lehrer 2 Accounts anlegen und auf einem Informationen für Ihre Schüler freigeben. Der eigentliche “Haupt-Account” ist jedoch für Schüler nicht zu finden und nur für Freunde und Familie gedacht. So bleibt Privates auch definitiv Privat.

➣ Seiten: Eine gute Möglichkeit Inhalte kontrolliert freizugeben, ist es eine “Fan-Page” anzulegen. Facebook gibt Ihnen diese Möglichkeit um keine direkte Freundschaft einzugehen. Schülern könne diese Seite mit einem “Gefällt Mir” versehen, wodurch Sie Updates bekommen, wenn Sie einen Beitrag auf dieser “Fan-Page” veröffentlichen. Der Vorteil ist, dass Sie die Seite mit Ihrem eigentlichen “Haupt-Account” leiten können. Jedoch sollten Sie wissen, dass alle Informationen hier frei zugänglich sind. Daher sollten private Daten und Fotos hier nicht veröffentlicht werden.