Mit welchen Übungen Sie die Feinmotorik ihrer Schüler richtig stärken

Als Feinmotorik werden alle filigranen Bewegungsabläufe eines Menschen bezeichnet, wie das Schreiben oder die Mundbewegungen beim Sprechen. Sind diese nicht ausreichend ausgeprägt, kann z.B. längeres Schreiben Schmerzen hervorrufen und zu einer unleserlichen Schrift führen. Wir zeigen Ihnen in diesem Blogbeitrag Übungen, wie Sie die Feinmotorik Ihrer Schüler früh und richtig fördern.

Inhalt: 
1. Was ist Feinmotorik?
2. Feinmotorik als Grundstein für eine leserliche Handschrift
3. So fördern Sie die Feinmotorik ihrer Schüler

Was ist Feinmotorik?

Feinmotorik, ein Bereich der Motorik, ist die Koordination kleiner Muskeln in Bewegungen. Die kleinen Bewegungsfertigkeiten beziehen sich vor allem auf die Finger, Zehen und die Gesichtsmuskulatur. Hier sind sehr präzise und kleine Bewegungen nötig, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen, wie z.B. das Schreiben eines Wortes. Zu beachten ist vor allem die richtige Dosierung der Kraft, da es sonst schnell zu Verkrampfungen kommen kann..

Feinmotorische Fähigkeiten sind zum Beispiel:

➤ Malen
➤ Knöpfe schließen
➤ Ausschneiden
➤ Grimassen schneiden
➤ Schreiben

IIm Kleinkindalter erlernen Kinder vor allem die Fähigkeiten der Grobmotorik. Denn diese sind die wesentlichen Grundlagen für die richtige Ausprägung der Feinmotorik. Im Weiteren helfen feinmotorische Fähigkeiten den Kindern ein Stück an Selbstständigkeit zu gewinnen, wie z.B. das Schleife binden der Schuhe.

Feinmotorik als Grundstein für eine leserliche Handschrift

Eine wichtige Voraussetzung für eine gute Handschrift ist eine ausgeprägte Feinmotorik, besonders von Händen und Fingern. Ebenso ist eine gute visuelle Wahrnehmung erforderlich, vor allem im Bereich der Hand-Auge-Koordination. Deshalb ist es enorm wichtig, die feinmotorischen Fähigkeiten eines Kindes stets zu fördern und darauf zu achten, ob eine altersgemäße Entwicklung des Kindes vorliegt. 

Frisch eingeschulte Kinder sollten folgende feinmotorischen Fähigkeiten bestenfalls mit sich bringen:

➤ Stife anspitzen, ohne dass die Spitze abbricht
➤ Entlang einer Linie schneiden
➤ Formen & Muster ausmalen, ohne dass über die Linie gemalt wird
➤ sich selbstständig an- & ausziehen

So fördern Sie die Feinmotorik Ihrer Schüler

Sie als Lehrkörper entdecken oftmals Defizite in der Feinmotorik schneller als Eltern, da viel mehr Kontaktpunkte in der Schule vorliegen. Stellen Sie Schwierigkeiten fest, so nehmen Sie auf jeden Fall Kontakt zu den Eltern des Kindes auf, da Defizite nur durch regelmäßiges Training in der Schule und Zuhause verbessert werden können. Achten Sie stets darauf, dass das Kind genügend Platz für Bewegung bekommt und in Ruhe Dinge ausprobieren kann. 

Wir stellen Ihnen jetzt verschiedene Übungen und Spielideen vor, die die Feinmotorik des Kindes fördern:

Kneten
Um die Fingermuskulatur zu stärken, eignet sich Knete hervorragend. Geben Sie dem Schüler die Aufgabe einige Formen und Figuren zu kneten und trainieren Sie so aktiv die Feinmotorik.

Bauklötze
Das Spielen mit Bauklötzen fördert die Hand-Auge-Koordination und ebenfalls die richtige Dosierung der Kraft - verwendet das Kind zu viel Kraft, stürzt das Bauwerk ein.

Fädeln
Das Auffädeln von Perlen erfordert Fingerspitzengefühl in beiden Händen und trainiert nebenbei noch die visuelle Wahrnehmung.

Malen
Beim Malen wird neben der Feinmotorik der Umgang mit Stift und Papier gelernt. Achten Sie jedoch darauf, dass das Kind nicht zu schnell gelangweilt wird und wechseln Sie zwischen den verschiedenen Übungen.

Puzzle
Beim puzzlen wird die Hand-Augen-Koordination gefördert und gleichzeitig die Konzentration gestärkt.

 Beachten Sie jedoch stets dabei, dass der Ausgleich von Defiziten in der Feinmotorik seine Zeit dauern kann - nehmen Sie sich auch diese Zeit! Setzen Sie auf keinen Fall das Kind unter Druck sondern stärken Sie es ihn dem was es tut.